Sachsen droht Milliarden-Verlust bei EU-Fördergeldern ab 2014
Kommissar besucht Freistaat
Dresdner Neueste Nachrichten, 20. Oktober 2010
Dresden (dapd/DNN/I.P.). Sachsen will sich angesichts der 2014 beginnenden neuen Förderperiode der Europäischen Union für Übergangsregelungen einsetzen. Davon sollen Regionen profitieren, die keine und weniger Zuschüsse aus Brüssel erhalten, sagte Sachsens Europaminister Jürgen Martens (FDP) gestern. Der Freistaat gehöre wegen der guten wirtschaftlichen Entwicklung zu den Ländern, denen ein Wegbrechen der Zuschüsse droht. Martens befürchtet dadurch ein schwächeres Wirtschaftswachstum in Sachsen. Der Minister will für die Idee der Übergangsregelungen beim Besuch des EU-Kommissars für Regionalpolitik, Johannes Hahn, am Montag nächster Woche in Leipzig werben.
Dem Kommissar solle „die mit Hilfe der EU gelungene Entwicklung“ Sachsens gezeigt werden, sagte Martens. Allein im Förderzeitraum von 2007 bis 2013 seien knapp vier Milliarden Euro nach Sachsen geflossen. Wie das Ministerium auf DNN-Anfrage mitteilte, könnte die Förderung für 2014 bis 2020 um mindestens eine Milliarde Euro sinken. Eine Gesamtförderung von drei Milliarden Euro sei „ein sehr ehrgeiziges Ziel“, hieß es.



