Reaktionen
Urteil gegen El-Sherbinis Mörder wird begrüßt
MDR online 11.11.2009
Das Urteil des Landgerichtes Dresden gegen den Mörder der Ägypterin Marwa EL-Sherbini stößt im In- und Ausland auf Zustimmung. Nach Angaben eines Regierungssprechers haben Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Justizminister Jürgen Martens (FDP) das Urteil "mit Genugtuung" zur Kenntnis genommen. Der deutsche Rechtsstaat habe "eine klare Antwort auf diese abscheuliche Tat gefunden".
Ägyptischer Botschafter ist zufrieden mit Urteil
Ramzy Ezzeldin Ramzy, der ägyptische Botschafter in Deutschland, äußerte sich ebenfalls zufrieden mit dem Spruch der Schwurgerichtskammer des Dresdner Landgerichtes. Man habe die Höchststrafe gefordert und die Höchststrafe bekommen, sagte er. Der ägyptische Botschafter hatte den Prozess teilweise persönlich verfolgt. Auch in Ägypten selbst ist die lebenslange Haftstrafe für den Mörder von Marwa El-Sherbini auf große Zustimmung gestoßen. "Das ist gerecht. Ich bin sehr glücklich, dass das Gericht die Behauptung, dieser Mörder sei psychisch krank, nicht akzeptiert hat", sagte der Jura-Professor Ahmed Refaat von der Universität Port Said.
Türkische Gemeinde: Vertreter der Bundesregierung fehlte im Gericht
Kenan Kolat, der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland sagte, vor allem das Erkennen der besonderen Schwere der Schuld des Russlanddeutschen Alex W. sei wichtig. Er habe allerdings bei der Urteilsverkündung einen Vertreter der Bundesregierung vermisst, auch weil die Reaktionen in Deutschland unmittelbar nach der rassistischen Tat sehr zögerlich waren. Er sei dennoch zuversichtlich, dass sich das Zusammenleben von Muslimen und Deutschen weiter positiv gestaltet, so Kolat. Die Schwurgerichtskammer des Dresdner Landgerichtes hatte am Mittwoch den Mörder von Marwa El-Sherbini zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Wegen der besonderen Schwere der Schuld sei eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen, stellte die Kammer fest.



