Prügelei an der Schule beschäftigt Staatsregierung
FP Glauchau 18.01.2008
Meeraner Landtagsabgeordneter hakt in Dresden nach
Meerane. Die Gewalttaten an der Tännichtschule beschäftigen nach einer Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Jürgen Martens jetzt
auch die sächsische Staatsregierung. Martens hat einen Fragenkatalog eingereicht. Der FDP-Politiker aus Meerane will unter anderem wissen, wann die Schulleitung von der Körperverletzung erfahren hat und welche Behörden (Jugendamt, Polizei, Staatsanwaltschaft) eine Information erhalten haben. Außerdem fordert Martens eine Statistik zur Entwicklung von Gewaltdelikten an sächsischen Bildungseinrichtungen. Am 3. Januar war bei einer Auseinandersetzung in der Hofpause ein Schüler aus der siebenten Klasse
schwer verletzt worden. Die Mittelschule hatte daraufhin zwei Schüler der achten Klasse vom Unterricht ausgeschlossen. Einer der beiden
Jungen war bis Sommer 2007 in einer Förderschule für Erziehungshilfe in Chemnitz. Nachdem dort keine achte Klasse gebildet wurde, hat ihn die Bildungsagentur zur Tännichtschule geschickt. Der Meeraner Bürgermeister Lothar Ungerer bringt für die Mittelschule die Möglichkeit der Schulsozialarbeit als wichtigen pädagogischen Baustein ins Gespräch: „Schulsozialarbeit verbindet Erziehung und Bildung. Sie hat auch präventiven Charakter." (HOF)



