Polizeiliche Kriminalitätsstatistik Sachsens ist kein Grund zum Zurücklehnen

Nachhaltige Polizeipräsenz in den Grenzregionen geboten
Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) hat heute die Polizeiliche Kriminalstatistik Sachsens für das Jahr 2007 vorgestellt. Buttolo sprach dabei von einer "guten Kriminalitätsstatistik". Dazu erklärt Dr. Jürgen Martens, innen- und rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Die neuen Zahlen sind insgesamt keine Grund zur Beruhigung und schon gar nicht gut. So wurden im Jahr 2007 insgesamt 308.106 Fälle von kriminellen Handlungen erfasst. Damit ist im Vergleich zu 2006 kein signifikanter Rückgang der Kriminalität in Sachsen zu verzeichnen.
Pro 100.000 Einwohner wurden 2007 7.250 Fälle registriert. Das bedeutet, jeder 13. Sachse war rein statistisch von einer Straftat betroffen. Das ist eindeutig zu viel und kein Grund zum Optimismus.
Besorgniserregend ist auch die Zunahme politisch motivierter Gewaltkriminalität. So nahmen die Fälle der von rechts motivierten Gewalt im Jahr 2007 um 15 Prozent zu.
Zudem stiegen durch den Wegfall der Kontrollen an den sächsischen Außengrenzen die Fälle sogenannter `allgemeiner Kriminalität´ im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent.
Gerade hier muss der Minister endlich erkennen, dass gerade in grenznahen Bereichen eine verstärkte nachhaltige Polizeipräsenz notwendig ist, beispielsweise durch Bürgerpolizisten. Zudem müssen unter diesen Umständen weitere Personaleinsparungen bei der Sächsischen Polizei ausgesetzt werden."
11.03.2008



