Politische Rivalen treffen sich wieder
Zwei Frauen und vier Männer buhlen um Direktmandat
von Mandy Fischer FP Hohenstein-Ernstthal / Glauchau 21.08.2009
LANDTAGSWAHL '09
Glauchau. Mit Ines Springer (CDU) und Karl-Otto Stetter (Freie Sachsen) treten im Wahlkreis 10 zur Landtagswahl zwei alte politische Rivalen an. Die Glauchauer Stadträtin und der Ex-Oberbürgermeister boten sich auf kommunalpolitischer Ebene regelmäßig Zank. 2001 gewann er gegen sie noch die Oberbürgermeister- Wahl. Sieben Jahre später verlor Stetter – als Einzelkandidat angetreten, von seiner CDU verschmäht, den Freien Wählern dafür unterstützt – überraschend hoch gegen Peter Dresler (parteilos). Doch Stetter war nicht Springers einziger Widersacher. Als Bewerberin um das Direktmandat schlug sie
CDU-intern auch den Platzhirsch aus dem Feld. Gunter Bolick (66), seit 1990 im sächsischen Landtag, hatte eigentlich schon seinen Ruhestand verkündet. Daraufhin warf Springer ihren Ring in den Hut, ohne mit Bolick darüber zu reden. Das ließ er nicht auf sich sitzen, forderte Springer zur Kampfkandidatur heraus – und verlor. Mit Horst Wehner (Linke) und Jürgen Martens (FDP) treten am 30. August außerdem zwei Männer mit Politik-Erfahrung auf Landesebene an. Beide zogen 2004 über die guten Listenplätze ihrer Parteien ein. Diesmal ist Wehner mit Listenplatz 6 so gut positioniert, dass der Wiedereinzug sicher sein dürfte.
Aussichtsreich auch die Ausgangsposition des FDP-Mannes Martens (Listenplatz 7), zumal die Liberalen zurzeit landesweit im Aufwind sind. Komplettiert wird das Sextett von der Verwaltungsexpertin Sabine Wittek (SPD) und dem Bündnisgrünen
Helmut Berner. (mit STO)
Kandidaten-Fragen
Drei Fragen hat die „Freie Presse“ an die
Direktkandidaten der etablierten Parteien
gestellt:
1. Warum glauben Sie, der beste Direktkandidat
im Wahlkreis zu sein?
2. Welchen Themen wollen Sie sich
im Landtag besonders widmen?
3. Welche Entscheidung muss der Landtag
für den Kreis Zwickau treffen?



