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Neuer Knast nur auf grüner Wiese

Justizminister erhält OB-Brief

FP Plauen 03.03.2010


Von Rainer Räch


Plauen. Im Tauziehen um den Neubau eines Gefängnisses macht Plauen Druck: In einem Schreiben an Sachsens Justizminister Jürgen Martens (FDP) hat Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) jetzt offiziell die Stadt als Standort ins Gespräch gebracht. „Es geht um einen Neubau auf der grünen Wiese“, sagte er im Gespräch mit „Freie Presse“. Die Sanierung des alten Gefängniskomplexes auf dem Amtsberg schließt er aus: „Dorthin soll die Berufsakademie ziehen. Einen Knast mitten in Plauen wird’s nicht mehr geben.“


Justizminister Martens und sein Ministerkollege aus Thüringen hatten in der Vorwoche von einem Neubau an einem verkehrstechnisch günstigen Standort nahe der Landesgrenze in Westsachsen oder in Ostthüringen gesprochen. Dazu der OB: „Wir hatten schon mal einen Neubau ins Spiel gebracht. Damals wurde die Idee wegen unserer Randlage in Sachsen nicht befürwortet.“ Beim Aus des alten Plauener Gefängnisses 2007 hatten Kommunalpolitiker einen Ausgleich gefordert. Schließlich stelle auch eine Justizvollzugsanstalt einen wichtiger Wirtschaftsfaktor dar. Seit 1902 hatte es in Plauen einen Knast gegeben.

3.03.2010