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Neuer Justizminister besuchte Skandalknast

MoPo Dresden 02.11.2009

Regis-Breitingen - Sachsens neuer Justizminister Jürgen Martens (FDP)  will offenbar ein Zeichen setzen:  Kurz nach seinem Amtantritt hat er die Skandal-Jugendtrafanstalt Regis-Breitingen mit derzeit 343 Häftlingen besucht - jener Knast, der zuletzt mit Ausbrüchen und Folterskandalen von sich reden machte. "Ich werde mich für eine 'Kultur des Hinschauens' einsetzen. Die Bediensteten müssen schon auf erste Anzeichen von Unterdrückung und Verletzung achten, dann konsequent reagieren", so der Minister nach Gesprächen mit Anstaltsleitung, Bediensteten und Gefangenenvertretern. Laut Martens hat das Ministerium bereits durchgegriffen: So wurde die Aufsicht während der Aufschlusszeiten verstärkt, der Informationsfluss von der Anstaltsleitung an die Anstaltsbeiräte neu geregelt. Denn hier haperte es zuletzt: Beim Fall eines 18-Jährigen, der im Frühjahr 2008 von Mithäftlingen fast zu Tode gequält wurde, waren weder Beirat noch der damalige Justizminister Geert Mackenroth (CDU) im Bilde (Morgenpost berichtete).   mor

2.11.2009