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Mord im Gerichtssaal

Sachsen setzt auf mehr Kontrollen

Leipziger Volkszeitung/Dresdner Neueste Nachrichten, 13. Januar 2012


Dresden/München (A. G./dpa). Nach dem Mord an einem Staatsanwalt im Dachauer Amtsgericht warnt Sachsens Justizminister Jürgen Martens (FDP) vor einer Abschottung der Justiz. Man wolle so viel Sicherheit wie möglich, werde aber aus Gerichten keine Festungen machen, sagte er den Dresdner Neuesten Nachrichten. Seit dem Mord an der Ägypterin Marwa El- Sherbini in Dresden 2009 habe man ein neues Sicherheitskonzept entwickelt, Justizwachtmeister mit Pfefferspray und Schlagstöcken ausgerüstet, mehr Einlasskontrollen eingeführt. Am Leipziger Amtsgericht wurden dabei unter anderem Messer, Elektroschocker und eine Axt entdeckt. Gegen den 54-Jährigen, der am Mittwoch in Dachau während einer Gerichtsverhandlung einen Staatsanwalt erschossen hatte, wurde gestern Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes erlassen. Er schweigt bislang zu seiner Tat.


 


 

17.01.2012