Länderübergreifendes Gefängnis geplant
Sachsen und Thüringen wollen Kosten senken – Zusammenarbeit bei Ausbildung für Jugendliche in Haft
FP 04.02.2010
Magdeburg. Sachsen und Thüringen wollen den Bau einer gemeinsamen Justizvollzugsanstalt (JVA) prüfen. Dazu soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden. Das vereinbarten Sachsens Justizminister Jürgen Martens (FDP) und sein Thüringer Amtskollege Holger Poppenhäger (SPD) gestern in Magdeburg. Die beiden Länder unterhalten – zusammen mit Sachsen-Anhalt – bereits ein gemeinsames Frauengefängnis in Chemnitz für über 300 Häftlinge, um Kosten zu sparen. Diese Kooperation soll ausgebaut werden. Konkretere Angaben wurden bisher nicht gemacht. „Kommt es zu einer gemeinsamen JVA, wird sie in Grenznähe zwischen Sachsen und Thüringen stehen“, so der Sprecher des sächsischen Justizministers. Sachsen will zudem mit Thüringen und Sachsen-Anhalt die schulische und berufliche Ausbildung von jungen Häftlingen verflechten. Damit sollen parallele Ausbildungen in den Ländern vermieden werden. (JOE/ddp)



