Justiz bietet Schnäppchen im Internet an
Sachsen sucht für Waren aus Zwangsvollstreckungen künftig bundesweit Käufer.
SZ 24.02.2010
Von Gunnar Saft
SAFT.GUNNAR@DD-V.DE
Polizei und Justiz machen Schnäppchenjägern in Kürze ein neues Angebot. Nach Angaben von Justizminister Jürgen Martens (FDP) wird sich der Freistaat künftig an der Internet- Versteigerung von Fundsachen sowie von Gegenständen aus Zwangsvollstreckungen beteiligen. Ab dem 1. April werde man bei der Internetplattform „Justizauktion“ Angebote einstellen, sagte Martens.
Insgesamt elf Bundesländer bieten dann dort Waren wie Haushaltsgegenstände, Elektronikgeräte oder Autos zur Versteigerung an. Für Interessenten fallen neben dem Versteigerungspreis nur noch die üblichen Versandkosten an. Laut dem Minister bringt die neue Plattform allen beteiligten Bundesländern viele Vorteile. Durch die große Anzahl der per Internet erreichbaren Bieter würden sächsische Gerichtsvollzieher und Justizeinrichtungen deutlich mehr Gegenstände veräußern als bei den bisher üblichen Vor-Ort-Auktionen. Damit, so hofft Martens, werden künftig auch die Gläubiger mehr von ihrem Geld zurückerhalten.



