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Für Mackenroth können Knastkarrieren offenbar nicht früh genug beginnen

Die sächsische FDP hat jüngste Äußerungen des sächsischen Justizministers Geert Mackenroth (CDU) in der Debatte um ein schärferes Jugendstrafrecht als abwegig kritisiert. Mackenroth hatte öffentlich Unterstützung für die Vorschläge des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) geäußert, das Jugendstrafrecht auch bei Kindern unter 14 Jahren anzuwenden. Dazu erklärt Dr. Jürgen Martens, innen- und rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Jugendstrafen für Kinder unter 14 Jahren lehnen wir kategorisch ab. Kinder durch Repression zu erziehen, wird nicht gelingen. Statt junge Straftäter nur wegzusperren müssen wir ihre Entwicklungsdefizite beseitigen und ihre soziale Entwicklung und Bildung fördern.


 

Deshalb hat die FDP in ihrem Entwurf für ein modernes sächsisches Jugendstrafvollzugsgesetz besonderen Wert auf die Schul- und Ausbildung jugendlicher Gefangener gelegt. Nur so lässt sich auch nach einhelliger Meinung von Experten die Rückfallquote dauerhaft verringern.


Abwegig ist es dagegen, Kinder in den Jugendstrafvollzug zu schicken. Viel zu oft werden hier kriminelle Karrieren verfestigt. In Mackenroths Welt können Knastkarrieren aber offenbar nicht früh genug beginnen.


Bei Roland Koch lassen sich derartige Äußerungen noch als durchsichtiges Wahlkampfmanöver erklären. Die Unterstützung solcher Ideen durch Mackenroth ist dagegen vollkommen unverständlich."


Mackenroth setze hier seinen Ruf als Fachpolitiker aufs Spiel, so Martens.




14.1.2008

16.01.2008