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Freiwillige Feuerwehren dauerhaft

dnn-online.de 07.10.2008

Dresden. Die Freiwilligen Feuerwehren sind in den meisten Gebieten in Sachsen dauerhaft unterbesetzt und leiden unter Nachwuchsmangel. Das geht aus der Antwort des sächsischen Innenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hervor. Demnach hätten sich vor allem in kleinen Gemeinden die Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehren dramatisch zurück entwickelt, sagte der innen- und rechtspolitische Sprecher der Liberalen, Jürgen Martens, am Montag in Dresden. In den betroffenen Gemeinden gebe es besonders wenig geeignete Männer zwischen 20 bis 45 Jahren. Die Verbliebenen müssten zudem häufig in die umliegenden Städte zur Arbeit pendeln. So fehlen in der Gemeinde Bärenstein und in Olbernhau (Erzgebirgskreis) knapp ein Viertel der Feuerwehrleute. In Coswig und Meißen sind es sogar 27 Prozent. Auch in Dresden und Görlitz haben die freiwilligen Helfer zu wenig Personal. Hinzu kommt laut Martens, dass die Feuerwehr immer stärker an Attraktivität für Jugendliche verliere. Die Ausbildungslehrgänge müssten modernisiert werden. Es würden auch kaum noch Spezialisten ausgebildet. Außerdem sei das Ehrenamt eine Belastung für die Arbeitgeber, weil sie die Feuerwehrmänner für Einsätze freistellen und trotzdem bezahlen müssten. Den Ausfall bekäme der Arbeitgeber aber nur zum Teil von der Gemeinde ersetzt.

Martens forderte, die Ausbildungspläne zu überarbeiten und die Kurse der Landesfeuerwehrschulen zusammenzulegen, weil die

Grundausbildung in vielen östlichen Bundesländern ähnlich sei. Es sprach sich zudem erneut für gezielte Projekte für Kinder und Jugendliche aus, um das Ehrenamt attraktiver zu machen. Für 2009 liegt der Bedarf der Freiwilligen Feuerwehren im Freistaat laut Martens bei mindestens 22 Millionen Euro.

dpa

7.10.2008