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FDP kritisiert: Polizei in Sachsen zu alt

LVZ/DNN 15.06.2009

Leipzig (ski). Die FDP im Landtag hat der Regierung eine verfehlte Personalpolitik bei der Polizei vorgeworfen und die Ausbildung von mehr jungen Beamten gefordert. Der Altersdurchschnitt sei insgesamt zu hoch, sagte der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jürgen Martens. Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums sind die Polizisten im Vollzugsdienst durchschnittlich 44,7 Jahren alt, bei der Landespolizeidirektion Zentrale Dienst 47,2 Jahre. „Mit ihrer verfehlten Personalpolitik
hat die Staatsregierung eine ungesunde Altersstruktur bei der Polizei befördert“, kritisierte Martens. Zudem würden in den nächsten zehn Jahren mehr als 5000 Polizisten in den Ruhestand gehen. Die Zahl der Neueinstellungen liege weit darunter.
„In absehbarer Zeit werden deshalb viele Stellen bei der Polizei unbesetzt bleiben. Dies kann zu einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage führen“, erklärte der FDP-Innenexperte. Die Staatsregierung müsse daher dringend Konzepte erarbeiten, wie sie in Zukunft mehr Polizeibeamten ausbilden will. „Die Ausbildungskapazitäten reichen im Freistaat allein nicht aus,
um die Personallücken zu schließen“, so Martens.

18.06.2009