Einlenken der Staatsregierung bei Jugendfeuerwehren reicht noch nicht aus

Zur Ankündigung des Innenministeriums, das Mindestalter für den Eintritt in die Jugendfeuerwehr von derzeit zehn auf acht Jahre abzusenken, erklärt Dr. Jürgen Martens, innen- und rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Wir begrüßen ausdrücklich, dass die CDU/SPD-Koalition ihre ablehnende Haltung zu einer Senkung des Mindestalters für den Eintritt in die Jugendfeuerwehr geändert hat. Bereits im April 2007 hatte die FDP-Fraktion einen entsprechenden Antrag im Landtag gestellt, welcher damals abgelehnt wurde.
Der mit der Großen Anfrage zur Situation der Feuerwehren im Freistaat Sachsen (Drs.: 4/12836) belegbare starke Rückgang der Mitgliederzahlen bei Jugendfeuerwehren hat die Regierung jetzt offensichtlich zum Handeln gezwungen. Inzwischen ist aber wertvolle Zeit verstrichen.
Die geplante Absenkung auf acht Jahre ist allerdings unzureichend. Auch in diesem Alter haben sich die Kinder in der Schule schon für Arbeitsgemeinschaften und Sportvereine entschieden. Um die Kinder für die Jugendfeuerwehren zu gewinnen, ist es erforderlich, das Mindestalter für den Eintritt auf sechs Jahre zu senken.
Daneben gibt es weitere Punkte die angegangen werden müssen, um dem absehbaren Personalmangel bei den Freiwilligen Feuerwehren entgegenzutreten."
Antrag "`Bambini-Feuerwehren´ in Sachsen einführen" von 2007
Große Anfrage der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag "Situation der Feuerwehren im Freistaat Sachsen"
10.06.2009



