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Ein Rechtsanwalt wird neuer Justizminister

SZ 01.10.2009

Jürgen Martens gehörte bisher zu den schärfsten Kritikern der sächsischen Justiz – ein schlagfertiger obendrein. Das war zu der Zeit, als die FDP noch auf der Oppositionsbank saß. Seit gestern ist der 50-jährige Rechtsanwalt selbst verantwortlich für Justiz. Als Vertreter einer liberalen Linie bleibt er Gegenspieler der Innenpolitiker in den Reihen des Koalitionspartners CDU. Einige Gesetzesverschärfungen, die er bisher bekämpft hat, wird er nun mittragen müssen. Erstes Beispiel: das Versammlungsrecht. Als FDP-Politiker muss er jetzt auch beweisen, dass Bürokratieabbau nicht nur ein Thema für Sonntagsreden ist.
Martens stammt aus Baden-Württemberg. Seit 1990 betreibt der Liebhaber von Oldtimer-Fahrzeugen eine Anwaltskanzlei in
Meerane. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. (SZ/lot)

8.10.2009