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CDU/SPD Koalition besiegeln Ende für Kreisfreiheit Plauens und den „Vogtländischen Weg“

Auch Vogtländische Abgeordnete der CDU stimmen gegen die Interessen ihrer Region
Der Sächsische Landtag hat einen Änderungsantrag der FDP-Fraktion zur Kreisgebietsreform abgelehnt, der den Erhalt der Kreisfreiheit Plauens zum Ziel hatte. Dazu erklärt Jürgen Martens, innen- und rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Sowohl der Kreistag des Vogtlandkreises, als auch der Plauener Stadtrat haben sich einhellig für die Kreisfreiheit Plauens ausgesprochen. Die Vorlage der Koalition missachtet so den Bürgerwillen vor Ort. Wer allerdings glaubt, Sachsen nur auf das Metropolendreieck Dresden-Leipzig-Chemnitz reduzieren zu können, wird der Vielfalt des Freistaates nicht gerecht.

 

Plauen muss sich zudem an der Westgrenze Sachsens auch dem Wettbewerb mit benachbarten Kreisfreien Städten in Bayern und Thüringen stellen.

Das ist der Koalition offensichtlich egal. Was nicht in ihr Raster passt, darf nicht sein und lässt für innovative Verwaltungsmodelle, wie etwa den `Vogtländischen Weg´ keinen Platz.

Das Ende der Kreisfreiheit Plauens ist endgültig und lässt für die Zukunft keinerlei Spielraum für alternative Verwaltungsmodelle."


Die Koalitionsmehrheit aus CDU und SPD hat den Änderungsantrag der FDP-Fraktion abgelehnt.

Bemerkenswert ist, dass auch der SPD Abgeordnete Enrico Bräunlich und der CDU-Parlamentarier Frank Heidan mit eigenen Änderungsanträgen für die Kreisfreiheit Plauens eintraten. Die Vogtländischen CDU-Abgeordneten Andreas Heinz, Jürgen Petzold und Alfons Kienzle dagegen stimmten mit der Koalition und damit gegen die Kreisfreiheit Plauens und den Vogtländischen Weg.




23.01.2008

24.01.2008